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Hessisches Jazzpodium 2021 und Vergabe des Hessischen Jazzpreises

Pressemitteilung 27.10.2021

Pressemitteilung der Magnet Kulturproduktion gGmbH:

Am Wochenende des 3., 4. und 5. Dezember 2021 findet im Kulturforum Wiesbaden sowie im Livestream das Hessische Jazzpodium statt. In diesem Rahmen wird der Hessische Jazzpreis 2021 an Christof Sänger vergeben. Die dreitägige Veranstaltung bietet einen Überblick über aktuelle Strömungen im Jazz: Bei sechs ausgewählten Konzerten werden Stars der hessischen Szene mit aufstrebenden, jungen Talenten kombiniert und Etabliertes mit Experimentellem kontrastiert. Highlights neben dem Preisträgerkonzert sind die Wild Cards: Drei besondere musikalische Projektarbeiten feiern beim Hessischen Jazzpodium ihre Premiere. Der VVK hat bereits gestartet.

 

Der Hessische Jazzpreis 2021

Der Preisträger des Hessischen Jazzpreis 2021 ist Christof Sänger.  „Christof Sänger ist ein ‚versatile musician‘, wie man im Amerikanischen anerkennend zu sagen pflegt – ein wandlungsfähiger Musiker“, heißt es in der Begründung der hessischen Jazzjury, „vielseitig, beweglich und anpassungsfähig, dabei immer auf höchstem Niveau.” Mit seinem Preisträgerkonzert am Freitag, den 3. Dezember wird der Pianovirtuose mit seinem Trio sowie Gast Reimer von Essen mit brillanten Interpretationen von Jazzstandards und eigenen Kompositionen mehr als nur eine Kostprobe seines Könnens zum Besten geben.

 

Die Wild Cards

Die Traditionsveranstaltung mit landesweiter Strahlkraft, bei der der Hessische Jazzpreis verliehen wird, soll in diesem Jahr einen besonderen Anstrich erhalten. Das eigens rund um das Preisträgerkonzert kuratierte Festival wird mit unkonventionellen, von großer künstlerischer Freiheit geprägten Inhalten gefüllt: Ein wichtiger Bestandteil des Hessischen Jazzpodiums 2021 stellen die als Projektplattformen gestalteten Wild Cards dar, die ausgewählten Künstler*innen kreative Ausdrucksformen abseits ihrer bestehenden Ensembles bieten.

Verschiedene hessische Künstler*innen bekamen durch die Wild Cards die Möglichkeit, sich eigene neue Ensembles bzw. Projekte abseits ihrer bestehenden Bands zusammenzustellen und diese im Rahmen des Hessischen Jazzpodium 2021 erstmals zu präsentieren. Dabei konnten sie sich in ihrer musikalischen Persönlichkeit frei bewegen, auf diese Weise wird ein breitgefächerter Überblick über die aktuellen Strömungen des Jazz geboten. Die musikalischen Projektleiter*innen der Wild Cards sind Martin Lejeune, Athina Kontou, Max Andrzejewski und Nicolas Hering.

 

Vielfalt in und aus Hessen - vor Ort und im Livestream

An den drei aufeinanderfolgenden Konzerttagen wird jeweils eine bestehende Gruppe mit einer Wild Card kombiniert, um möglichst spannende Doppelkonzerte zu präsentieren. Diese sind aufeinander abgestimmt und bestechen mit unterschiedlichen musikalischen Strömungen. Die Einflüsse des Programms reichen von Mainstream und “straight-ahead” bis hin zu Experimentellem, Rockigem und Barockem – bei diesen ausgewählten Konzerten sorgen unterschiedliche Formationen und bisweilen ausgefallene Instrumentierungen für schillernde Konzerterlebnisse.

Tickets sowie den Festival-Livestream finden Sie unter https://www.magnetkultur.de/hessisches-jazzpodium-21.

Die Veranstaltung wird unter Berücksichtigung und Einhaltung aktuell geltender Infektionsschutzmaßnahmen sowie der 2G-Regel durchgeführt. Das Hygienekonzept wird tagesaktuell an die Weisungen der zuständigen Behörden angepasst.


Kooperationspartner*innen & Förder*innen

Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst hat die Magnet Kulturproduktion gGmbH mit der künstlerischen und organisatorischen Leitung des Hessischen Jazzpodiums 2021 beauftragt.

Kooperationspartner*innen und Förder*innen des Hessischen Jazzpodiums 2021 sind der Kulturfonds Frankfurt RheinMain, die Landeshauptstadt Wiesbaden, die Wiesbadener Musik- & Kunstschule e.V., Sensor Wiesbaden, der Hessische Rundfunk sowie die Jazzpages und weitere Unterstützer aus der freien Wirtschaft.

 

Veranstaltungsort

Kulturforum,Friedrichstraße 16, 65185 Wiesbaden, Deutschland

Anfahrt mit Bus + PKW: Dern’sches Gelände

 

Eintrittspreise (Vorverkauf)

Festivalkarte        € 40,00 

Tageskarte         € 22,00  

Tageskarte ermäßigt    € 12,00

 

Pressekontakt & Pressematerial

info(at)magnetkultur.de

https://drive.google.com/drive/folders/1Qaqx-TLUxNgsyu6rUfLGtNzg8Sd-wsGP?usp=sharing

 

Programm Hessisches Jazzpodium 2021

Freitag, 3.12.2021
Christof Sänger Trio + Gast Reimer von Essen 

Preisträgerkonzert Hessischer Jazzpreis 2021
Christof Sänger - Piano
Rudi Engel - Kontrabass
Tobias Schirmer - Schlagzeug
Reimer von Essen - Klarinette (Gast)

Der Höhepunkt des Festivals mit brillanten Interpretationen von Jazzstandards und eigenen Kompositionen: Pianovirtuose Christof Sänger wird mit seinem Trio und einem weiteren Gast mehr als nur eine Kostprobe seines Könnens zum Besten geben. "Diese Musik fängt einem mit dem ersten Ton ein und lässt nicht mehr los. Perlende Läufe, Anschlagskultur, Klavierkunst auf höchstem Niveau." So, Ulrich Olshausen in der FAZ über Christof Sängers Soloalbum "Willow weep for me". In diesem Sinne spielt auch das Trio um den Pianisten mit dem Bassisten Rudi Engel und dem Schlagzeuger Tobias Schirmer. Ungebrochene Spielfreude, enormer Swing, Tempo und Virtuosität zum einen und filigrane Lyrik zum anderen prägen das äußerst vielseitige Repertoire und den Stil des Trios. Christof Sängers Kompositionen und Interpretationen sorgen für spannungsvolles, abwechslungsreiches Jazzprogramm, in der die musikalische Raffinesse aller beteiligten Musiker in einer ausgereiften Kommunikation zu Tage tritt.

Tous Les Quatre Matins – Wild Card 1
instant composing reloaded

Johanna Klein - Altsaxofon
Martin Lejeune - Gitarre, efx
Gina Schwarz - Kontrabass
Jan Philipp – Schlagzeug

Hier entsteht ein First-Time-Meeting vielfältiger Jazz-Persönlichkeiten unter der Leitung des Frankfurter Gitarristen Martin Lejeune: Die preisgekrönten Musiker*innen bestechen durch ihre hohe Präzision am Instrument und Produktivität in der künstlerischen Zusammenarbeit. Bei diesen vielseitigen Komponist*innen und Multiinstrumentalist*innen sind Überraschungsmomente vorprogrammiert. 

Lejeune: “Die französische Redewendung ‘tous les quatre matins’ bedeutet frei übersetzt ‘immer wieder’. Man kann es als schlichtes Wortspiel deuten, aber darin auch die Essenz jeglicher Form des Musizierens sehen. Dieses deutsch-österreichische Quartett spielt freien Jazz, zärtlich, radikal und verfängt sich immer wieder in ausgeschriebenen Minimalismen.”


Samstag, 4.12.2021
The Resonators

Frank Gratkowski - Saxophon, Klarinette
Sebastian Müller - Gitarre
Reza Askari - Kontrabass
Thomas Sauerborn - Schlagzeug

Der Name ist kein Zufall: Ein Widerhall etlicher Stile und Jahrzehnte musikalischer Veränderungen durchziehen das Spiel von Frank Gratkowskis neuer Band. Immer auf der Basis von freiem, energetischem Jazz surfen die vier Ausnahmekönner durch 70er Rock, Noise mit einem Schuss Psychedelik. Ein atemberaubender Flug von Ornette Colemans Prime Time zu Jimi Hendrix.

 

Kontou | Reich | Goller | Andrzejewski – Wild Card 2

Ruth Goller - E-Bass
Athina Kontou - Kontrabass
Maria Reich - Bratsche
Max Andrzejewski - Schlagzeug

Der Projektauftrag für die zwei hessischen Impulsgeber*innen der Szene Max Andrzejewski und Athina Kontou sorgt für eine sehr besondere Besetzung mit doppeltem Bass (Kontou, Goller) und der Bratsche von Maria Reich. Zusätzlich wirkt das Schlagzeug, perfekt beherrscht von Andrzejewski, dem Berliner “Exil-Hessen”.

Störung, Dekonstruktion, Druck oder Anpassung? Die Kunst entsteht im Augenblick dieses besonderen Abends und wird erst im Laufe dessen enthüllt.

 

Sonntagsmatineé, 5.12.2021
Jazz Baroque - Fragmente

Eric Plandé - Saxophon
Jörg Meder - Viola da gamba

Unterschiedliche Welten treffen hier aufeinander. Alte Musik und Jazz. Eines ist beiden gemeinsam: Improvisation. Jörg Meder als ausgewiesener Barockmusiker an der Viola da gamba hat sich u.a. mit Heinz Sauer am Tenorsaxophon und Michael Wollny am Klavier schon einmal an das Thema herangewagt. Mit Eric Plandé wird das Projekt vertieft und zu neuen Horizonten geweitet. Die Musik ist eine Mischung aus Jazz und Barockrepertoire zwischen Kompositionen von John Dowland, Marin Marais, John Purcell.
 

Nico Hering Trio feat. Kerstin Haberecht + Strings – Wild Card 3

Nicolas Hering - Piano
Bastian Weinig - Kontrabass
Andreas Neubauer - Schlagzeug
Kerstin Haberecht - Saxophon
Deima Lizeth Martínez Bedoya - Violine
Lilija Michna - Bratsche
Thomas Dobbe - Cello
 

Präsentiert von der Wiesbadener Musik- & Kunstschule e.V.

Das Konzert für die Zukunft! Nico Hering, Dozent an der Wiesbadener Musik- & Kunstschule, sowie quirliger Motor für den Jazz mit Verknüpfungen im Pop- und Worldmusic Bereich wird eine Band zusammenstellen, die alle Besucher*innen des Hessischen Jazz Podiums 2021 inspiriert nach Hause gehen lässt. Wir lassen uns gerne überraschen.